Das Schlossmuseum Ismaning hat im Juli 2010 die Pforten mit einer völlig neuen Gestaltung im grundrenovierten Gärtnerhaus eröffnet.
Die Planungen sehen einen laufenden Betrieb mit sechs Öffnungstagen zu je 2,5 Stunden, jährlich zwei bis drei Sonderausstellungen sowie verschiedene Veranstaltungen (Vorträge, Arbeitskreise) vor. Diese werden, soweit möglich, auf gemeindliche Themen, Jubiläen u.ä. abgestimmt.
Mit dem Gärtnerhaus steht dem Museum ein Gebäude zur Verfügung, das bereits öffentlich genutzt wurde und daher über die nötige Grundausstattung und Infrastruktur verfügt. Das Gebäude wird über den Haupteingang barrierefrei erschlossen, das Obergeschoss ist durch einen Fahrstuhl angebunden. Der großzügige Eingangsbereich bietet auch Platz für Besuchergruppen.
Im Obergeschoss befindet sich die Dauerausstellung mit 180 m2 Fläche, im Erdgeschoss stehen
80 m2 für Sonderausstellungen und Veranstaltungen zur Verfügung.
Die Sammlung des Schlossmuseums umfasst Objekte, Dokumente und Bilder zur Kulturgeschichte des Ortes. Für den Ausbau der Sammlung wurde in Abstimmung mit dem Gemeindearchiv ein detailliertes Sammlungskonzept entwickelt.
Über die in der Dauerausstellung gezeigten Exponate hinaus besitzt das Museum einen großen Depotbestand. Der überwiegende Teil der Sammlung ist im Eigentum der Gemeinde Ismaning, 10 bis 15 % der Exponate wurden dem Museum – in der Regel als unbefristete Leihgabe – zur Verfügung gestellt.
Die neue Dauerausstellung bietet einen in sich geschlossenen und stimmigen Überblick zur Ismaninger Geschichte, bei dem alle wichtigen Ereignisse und Entwicklungen bis hin zur 1200-Jahr-Feier angesprochen werden. In den kommenden Jahren sollen einzelne Themenbereiche durch Sonderausstellungen vertieft werden.
Die räumliche Aufteilung der Dauerausstellung geht von einem Rundgang aus, die Abteilungen sind farblich voneinander abgesetzt.
Der Rundgang beginnt mit der Frühgeschichte und den geologischen Voraussetzungen. Es folgt ein geschichtlich-politischer Überblick, bei dem die Auswirkungen überregionaler und weltpolitischer Ereignisse auf den Ort im Vordergrund stehen. Diesem Bereich ist auch die „politische Gemeinde“ (Geschichte der Gemeindeverwaltung) zugeordnet.
Die Abteilung „Freisinger Zeit“ umfasst die Kirchengeschichte wie auch die Geschichte des Hochstifts mit der Frühzeit der Schlossanlage. Besondere Ausstellungsstücke sind der Altaraufsatz aus der Barockkirche und das Gemälde „Hofkonzert in Ismaning“.
Über die Zeit der Säkularisation gelangt man in den großen Ausstellungsbereich der „Beauharnais / Leuchtenberg“. In diesem Zusammenhang wird sowohl auf die Schloss- wie auch auf die Parkgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts eingegangen. Vier Szenerien zeigen Schlossinterieur und Kleidung aus der Leuchtenberg-Zeit.
Mit dem Bereich „Landadel / Gründerzeit“ wird über die weiteren Schlossbesitzer und dem Schlosskauf 1919 auf die Ortsgeschichte übergeleitet. Dazu gehören auch die Themen Bevölkerungsentwicklung (mit Aufnahme der Heimatvertriebenen), Tracht/Brauchtum und Sozialisation. Bei der Szenerie „Kindheit“ finden Besucherkinder eine kleine Spielecke.
Über das Bahnhofsmodell, das den Bereich zur Ortsgeschichte dominiert, wird die Geschichte des 20. Jahrhunderts mit Infrastruktur, Landwirtschaft und Torfabbau vermittelt. Das Modell der Papierfabrik steht für die gewerbliche und die industrielle Entwicklung, zu der auch die Geschichte des AGROB Medien- und Gewerbeparks gehört.
Der letzte Abschnitt gehört der jüngeren Ortsgeschichte. Hier wird u.a. auf den Computerstandort Ismaning und den Nobelpreis für Klaus von Klitzing eingegangen.
Für die Sonderfläche im Erdgeschoss sind wechselnde Nutzungen vorgesehen: Neben Sonderausstellungen, die Themenbereiche aus der Ismaninger Geschichte vertiefen, ist im Gärtnerhaus nun auch die Übernahme von Wanderausstellungen möglich.
Wenn keine Sonderausstellung stattfindet, kann die Fläche für Veranstaltungen und kleinere Aktivitäten genutzt werden. So könnten Bilder und Objekte aus der Sammlung des Museums ausgestellt werden, die auch ohne begleitende Aufarbeitung aussagekräftig sind oder z.B. am Wochenende Filme oder Fotos gezeigt werden.
Das Schlossmuseum hat die Öffnungszeiten denen des Kallmann-Museum angeglichen: Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 14.30 bis 17.00 Uhr; das Museum ist ab Montag vor Heiligabend bis Sonntag nach Hl. Drei Könige geschlossen.
Den Umbau von einer Bücherei zu einem Museumsgebäude hat das Architekturbüro hein kreinecker messner gbr geplant, die Überlegungen der Museumsleitung und der „Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern“ sind in die Gestaltung eingeflossen. Mit Beschluss vom 19. März 2009 hat der Bauausschuss das Konzept gebilligt und dem Gemeinderat zur Zustimmung empfohlen.
Das Schlossmuseum Ismaning ist eine Einrichtung der Gemeinde Ismaning.
Das Museum wird von Christine Heinz geleitet.
Schlossmuseum Ismaning
Schloßstraße 3 a
85737 Ismaning
Telefon 089-960 900-153
Kontakt
Gemeinde Ismaning
Schlossmuseum
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Öffnungszeiten
Dienstag - Sonntag
14:30 - 17:00 Uhr